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Klassenfahrt der EH10B2 nach Trier

Zum Abschluss des Schuljahres fand für die Einzelhandelsklasse EH10B2 (Klassenlehrer Herr Schreiner) am Mittwoch, 1. Juni 2011, eine Klassenfahrt mit der Bahn nach Trier statt. Trier, 15 v. Chr. von Kaiser Augustus gegründet, ist römischen Ursprungs und gilt als älteste deutsche Stadt. Im Rahmen eines kulturhistorischen Stadtrundganges erläuterte Herr Schreiner den Schülerinnen und Schülern wichtige Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Rundgang begann an der Porta Nigra, die Ende des zweiten Jahrhunderts von den Römern als Nordtor ihrer Stadtmauer errichtet worden war. Sie ist 30 m hoch und 36 m breit und ist somit der größte Torbau aus römischer Zeit. Nächste Station war das Dreikönigenhaus, dessen byzantinische Bauarchitektur im Häuserensemble der Stadt aus dem Rahmen fällt. Dieser vom Adel bevorzugte Bau, der wie Türme zu verteidigen ist, stammt aus dem Jahre 1230 und hatte zwei Stockwerke hoch keine Öffnung. Die Tür lag im 3. Geschoss, zugänglich über eine hochziehbare Leiter. Schön anzuschauen ist im Zentrum der Marktplatz, geschmückt mit dem 958 errichteten Marktkreuz. Den Platz umgeben alte Adelshöfe und Bürgerhäuser, dazu der festliche Arkadengiebel der Steipe. Weiter ging es zum Dom, Sitz der ältesten deutschen Diözese. Neben dem rechten Portal befindet sich ein Bruchstück einer mächtigen Granitsäule, der „Domstein“, Rest einer der vier 18 m hohen tragenden Säulen im zweiten römischen Dom von 380 n.Chr. Der Dom, im Laufe der Jahrhunderte öfter zerstört, ist immer wieder neu aufgebaut worden und verdankt sein jetziges Erscheinungsbild weitgehend Erzbischof Poppo. Beeindruckend für die Auszubildenden war der Gang durch das Kircheninnere, die Heilig-Rock Kapelle, die Krypta und der Kreuzgang. Die Konstantin-Basilika stand als nächstes auf dem Programm des Stadtrundganges. Triers Erhebung zur Reichshauptstadt hatte ab 306 den Bau eines Thronsaales notwendig gemacht. Alles, was Kaiser Konstantin plante, musste Riesenmaß haben. So entstand in Trier der größte Raum der Antike. Die gewaltige Porta Nigra passt zweimal in diesen gigantischen Saal hinein, der heute als evangelische Kirche genutzt wird. Direkt neben der Basilika begeisterte dann das Rokoko-Palais der Kurfürsten mit seinem imposanten Schlossgarten die Schülerinnen und Schüler. Den Abschluss der Stadtführung bildeten die Kaiserthermen, bei denen ein Netz gewölbter Kellergänge zum Beheizen und Entwässern in die Erde gelegt worden war. Nach der Mittagspause erkundeten die Auszubildenden dann u.a. mit dem Besuch des neuen Einkaufszentrums den Trierer Einzelhandel.

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