Interreligiöser Gottesdienst
Der ehrbare Kaufmann/die ehrbare Kauffrau oder die Moral der Ökonomie
Unter diesem Titel feierte die Schulgemeinschaft anlässlich der 100-Jahr-Feier der Friedrich-List-Schule einen Festgottesdienst in der Ludwigskirche Saarbrücken, der als interreligiöse Feier gestaltet war.
Texte, Gesänge und Gebete aus den drei monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam würdigten die verschiedenen Religionszugehörigkeiten unserer SchülerInnen.
Inhaltlich erinnerte die Feier daran, dass wir Moral und Mythen brauchen (wie wir sie in den Heiligen Schriften, ebenso wie in der Weltliteratur finden), damit Geld und Profit nicht zur herrschenden Allmacht unseres wirtschaftlichen Denkens werden.
Der Festgottesdienst zeigte in seinen Schrifttexten (aus dem Alten Testament Amos 8,4-8, dem Neuen Testament Mt 20,1-16 und dem Koran Sure 3,104), dass alle Religionen in ihrem Ursprung – und zwar unabhängig voneinander – eine gemeinsame Überzeugung gelehrt haben:
Gerechtigkeit und Güte ….
SchülerInnen aus dem dualisierten Berufsgrundbildungsjahr und den Fachklassen des Einzelhandels choreographierten die Schriftinhalte mit „gütigen Gesten“ und Reportagen eines „unzeitgemäßen“ gütigen Handelns.
Was Worte und Gesten allein nicht vermögen ergänzte die Musik.
Bewegende Chorgesänge aus den drei Weltreligionen, Orgel – und Saxophonklänge öffneten Herz und Sinne der versammelten Schulgemeinde.
Allen mitwirkenden SchülerInnen und KollegInnen gebührt großer Dank für ihr Engagement.
Persönlich danken möchte ich Herrn Heiner Buchen, Pastoralreferent im Dekanat Saarbrücken für das gemeinsame Theologisieren im Vorfeld der Feier, für das gemeinsame Einüben der „gütigen Gesten“ im Religionsunterricht und für die mutige Unterstützung der interreligiösen Idee.
Im Rahmen des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ leitet Heiner Buchen ein zweijähriges Projekt mit den Schwerpunkten „Interkulturelles und interreligiöses Lernen“.
Neben den verschiedenen Religionsgemeinschaften in Saarbrücken
ist nun auch die Friedrich-List-Schule ein Kooperationspartner des Projekts.
(Anita Buchheit, Dipl. Rel. Päd. )
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